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Silbergewinnung
Silbergewinnung
Das chemische Element aus der elften Gruppe
des Periodensystems ist Silber. Es wird mit dem Elementen Symbol Ag,
dass sich aus dem lateinischen „argentum“ ableitet, gekennzeichnet. Es
handelt sich hierbei um ein Edelmetall, das zu den Münzmetallen gehört.
Silber ist ein gut verformbares, weiches Schwermetall, das die größte
elektrische Leitfähigkeit aller Elemente aufweist.
Silber wird
gediegen gewonnen, das heißt es kommt „rein“ in der Natur vor. Dabei
tritt es meist in Form von Körnern oder verästeltem drahtigen Geflecht
in hydrothermal gebildeten Erzgängen auf.
Auch in sulfidischen
Mineralien ist es sehr häufig zu finden. Zu den wichtigsten solcher
Silbererze zählt Silberglanz und Kupfersilberglanz. Die überwiegenden
Vorkommensgebieten sind vor allem in Nordamerika (USA, Mexiko und
Kanada), aber auch in Südamerika (Bolivien und Peru).
Bei der
Gewinnung findet man oft silberhaltige Erze, die meist nur gering von
Silber durchzogen sind. Silber wird daher oft als Nebenprodukt bei der
Kupfer und Bleiherstellung gewonnen.
Das meiste Silber wird aus
den sogenannten Silbererzen gewonnen. Diese kommen oft mit Blei-,
Kupfer- oder Zinkerzen, als Oxide oder Sulfide vorkommen. Orte, die
entscheidende Funde verzeichnen konnten, sind zum Beispiel St.
Andreasberg im Harz, Kongsberg in Norwegen, Freiberg im Erzgebirge,
Schwaz in Tirol, Batopilas in Mexiko und Eisleben und Sangershausen.
Nach
Ende des zweiten Weltkrieges bis heute hat sich die Silbermenge, die
gewonnen worden ist, mehr als verdoppelt. Wissenschaftler sind sich
jedoch sicher, das die Silberressourcen nur noch ungefähr 29 Jahre
ausreichen.
Die Silbergewinnung kann aus drei verschiedenen Erzen erfolgen.
Zum
einen aus den Silber, Blei oder Kupfererzen. Rund 20 % wird aus
Silbererzen gewonnen. Das Silber wird mit Hilfe einer Lösung
herausgelöst. Zunächst wird das Erz zu einem feinen Schlamm
zerkleinert. Nach Zugabe einer Natriumcyanid-Lösung gehen sowohl
elementares Silber als auch Silbererze in Lösung. Nun muss durch
Fällung das Natriumsulfid entfernt werden. Anschließend fällt man das
edlere Silber –mit Zink aus.
Es gibt daneben auch noch die
Möglichkeit Silber aus Bleierzen zu gewinnen. Dort entsteht nach dem
Reduzieren und Rösten ein sogenanntes Rohblei, das umgangssprachlich
auch Werkblei genannt wir. Dies enthält meistens noch geringe Anteile
an Silber. Der nächste Schritt wäre dann, das man das Edelmetall
entfernt und so das überaus wertvolle Nebenprodukt gewinnen kann.
Um
eine Gewinnung hervorzurufen, muss das Silber zunächst vom größten Teil
des Bleis getrennt werden. Durch das Paskesierens Verfahren soll dies
erreicht werden. Es beruht auf die unterschiedliche Löslichkeit von
Blei und Silber in Zink. Bei einer hohen Temperatur bis ungefähr 400 °C
sind Blei und Zink durch unterschiedliche Konsistenzen nicht mischbar.
Nach Abkühlung der Mischung geht das Silber in die Zinkphase über. Die
erstarrte Schmelze, auch Zinkschaum genannt, trennt das Silber zum
größten Teil vom Blei. Durch erneutes Erhitzen auf 327 °C schmilzt der
Teil des Bleis und man kann es so entfernen. Die verbleibende
Zink-Blei-Silber-Schmelze wird bis 908 °C erhitzt und das Zink wird
abdestilliert. So wird Reichblei geschaffen, was cirka 8 – 12 % Silber
enthält. Nach Durchführung der Treibarbeit erhält man eine Legierung,
die Blicksilber genannt wird und zu 95 % aus Silber besteht.
Zu
guter Letzt kann man Silber aber auch aus Kupfererzen gewinnen. Bei der
Kupferherstellung fällt, neben anderen Edelmetallen, Silber im
Anodenschlamm an. Man befreit diesen zunächst mit Schwefelsäure vom
noch vorhandenen Kupfer. Nachdem es im Ofen oxidiert und geschmolzen
worden ist, gehen die enthaltenen unedlen Metalle in Schlacke über und
können so entfernt werden.
Und was machen wir am liebsten aus Silber ? natürlich Silberschmuck !
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